Tabletprojekt

Im August 2011 entstand im NLQ die Grundidee zu einem Projekt über mobiles Lernen mit Tablets an niedersächsischen Schulen. Ziel dieses Projektes war es, auf das durch digitale Medien veränderte Umfeld von SchülerInnen einzugehen und den methodischen Einsatz dieser Medien für den Unterricht zu entwickeln, zu erproben, zu evaluieren und zu etablieren.

Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2011/2012 wurden ausgewählte Schulen in mehreren Arbeitstagungen durch medienpädagogische BeraterInnen in den Regionen bei der Umsetzung vor Ort unterstützt. Das Kickoff-Meeting aller beteiligten Schulen fand im Oktober 2012 statt. Die praktische Erprobungsphase begann im Schuljahr 2012/2013 und endete mit dem Schuljahr 2014/2015. Im April und Mai 2015 wurden die Projektergebnisse mittels einer Online-Befragung evaluiert. Am 18. November 2015 fand in Celle unter Beteiligung aller Projektschulen die Abschlussveranstaltung statt.

Im Rahmen des Projektes wurden Tablets als Unterrichtswerkzeug im Schulalltag verankert. Der unterrichtliche Einsatz nahm Einfluss auf Steuerungsentscheidungen der Schulen und deren Medienkonzepte. Außerdem wurden die regionalen Netzwerke (Medienberatung, andere Projektschulen) eingebunden. Abschließend wurden die Ergebnisse evaluiert. 15 Schulen in Niedersachsen waren quasi in Form eines 360 Grad Feedbacks der Tablets beteiligt, davon 246 SchülerInnen, 82 Lehrkräfte und auch 108 Eltern.

Die Schulleitungen der Projektschulen begrüßten die zusätzliche Qualifizierung des Lehrpersonals und stellten in den Tablet-Klassen zu 66,6% einen besonderen Lernzuwachs fest.

Die projektverantwortlichen Lehrkräfte empfanden das gemeinsame Lernen miteinander und voneinander, das sie im Tablet-Unterricht erlebt hatten, als besonders positiv und bereichernd. Sie hoben hervor, dass jeder Schüler und jede Schülerin einen individuellen Lernweg beschreiten konnte.
Die Medienkompetenz der Tablet-Klassen war nach Erfahrung der Projektverantwortlichen weitaus höher als bei gleichaltrigen Vergleichsgruppen. Durch die Arbeit mit Tablets wurde der Unterricht ihrer Ansicht nach zeitgemäß und immer aktuell. Zudem entstand laut Befragung die Notwendigkeit einer zentralen Plattform zur Kommunikation und zum Datenaustausch zwischen SchülerInnen und Lehrkräften, die der Schule auch über die Projektklasse hinaus von Nutzen ist.

Mit der Qualität der genutzten Geräte waren die Projektbeteiligten zumeist zufrieden. Als Manko wurde an vielen Schulen jedoch die zu langsame Internetverbindung genannt. Eine Verbesserung der Infrastruktur nannten alle Befragungsgruppen als notwendige Voraussetzung für den Unterricht mit digitalen Medien.

Für detaillierte Informationen laden Sie bitte den Abschlussbericht herunter.

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Letzte Änderung: 17.02.2020

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